TAG 07 - Samstag 29.Mai 2010
Heute mit: -unsere Fahrt nach -durch den Joshua Tree Nationalpark
wollten wir noch ein/zwei Stündchen an den Pool, aber als ich dann gesehen habe, dass die Route mit meinem geplanten Umweg über 6 Stunden dauert, haben wir uns dann doch dagegen entschieden. Jürgen, der früher als ich wach war, hatte sogar schon die Liegen mit Handtüchern reserviert ! Ja ja, wir Deutschen Dann hab ich ca. 1-2 Stunden die Fahrten-Planung mit meinen Reisebüchern und dem Internet gemacht, wir haben die letzten Koffer gepackt und sind dann runter in die Lobby. Die mit dem schönen Aquarium hinter der Theke. Die Lobby war proppevoll, nur Check-Out Schalter. Hier haben wir dann noch die Fee und Tax bezahlen müssen (112 Dollar) und Jürgens Pool-Bierchen. Zur Tax: Generell sind die Preise ob in Supermärkten, Restaurants und Hotels immer ohne Steuer ausgezeichnet. Die wird immer erst an der Kasse draufgerechnet. Gut wenn man das vorher weiss. Nur wusste ich es nicht bei der Buchung des Hotel Mirage, weil wir das als allererstes in Kombination mit dem Flug bei Expedia von Deutschland ausgebucht haben. Zu dem Zeitpunkt war mir das noch nicht bekannt und wenn ich mich versuche zu erinnern, war diese Info bei der Zimmerbuchung auch nicht dabei. Später bei den anderen Hotel-Reservierungen schon. Unabhängig vom Betrag ist das schon seltsam. Aber erledigt. Für nen Doppel-Cheeseburger bei McDonald zahle ich statt ausgewiesener 99 Cent 1,09 Dollar. Was für ein Preis ! Und den Double-Cheeseburger gibts ja schon lang nicht mehr bei uns. Wenn ich den in Deutschland bei Maggus haben will, hole ich mir zwei. Und die kosten ja bekanntlich 2 Euro.. Wir waren schon etwas froh dieser unglaublich verrückten Stadt Las Vegas "entfliehen" zu können. So viel Input und als dann noch die ganzen Memorial-Day-Wochendler anreisten wurde es extrem voll und nervend. So froh wir in den ersten Tagen waren auf dem Strip im Stau zu stehen um in Ruhe alles ansehen zu können, so ätzender wurde der Verkehr und nervender die Staus, weil einfach zu viel los war. Kurz nach 12 waren wir halb aus Las Vegas raus und haben noch bei Mc Donald gehalten. Hier waren drei "Gestalten", die offensichtlich obdachlos waren. Zwei Typen und eine Frau in unserem Alter. Sie standen an der Ecke des Gebäudes und hatten einen Hund dabei. Ich war schon im Auto, als Jürgen zu mir kam. Er sagte, der eine hätte ihm ganz dezent ein Schild gezeigt mit der Aufschrift "I am hungry" und Jürgen schlug vor unsere "Kleingeldsammlung", von der wir sowieso nicht wussten wohin, ihnen zu geben. Ich hab dann noch ein paar Zigaretten ausgepackt und er gab sie Ihnen. Sie haben sich so gefreut. Jürgen meinte, der eine hätte mega-schwarze, verdreckte Hände gehabt.. Das ist die andere Seite von Las Vegas.. Ach ja, apropos Zigaretten. Es kam schon einige Male vor, dass jemand ( vor allem in den Casionos ) uns um eine Zigarette gebeten hat. Jeder von denen hatte aber Geld dafür in der Hand, was wir natürlich nicht genommen haben. (Oft 1 Dollar). Zigaretten sind ungefähr so teuer wie bei uns. In Nevada, in den Indianer-Gebieten (sagte man mir so) wohl günstiger oder an Tankstellen und Supermärkten, wenn sie Angebote haben wie Zwei Päckchen und das Zweite zum halben Preis..
gingen und kamen dann irgendwann auf ein Teilstück der ROUTE 66.
Es gibt kein einziges Strassen-Schild mit dem weltbekannten Zeichen (ich nehme an die wurden immer abmontiert), aber auf der asphaltierten Strasse ist das 66 Zeichen aufgemalt. Also haben wir weiter nach dem passenden Stop gesucht und dann auf der menschenleeren Strasse am Rand gehalten. Jürgen ist auf die Fahrspur und hockte sich an das Sign und ich fotografierte ihn. In dem Moment fiel mir auf, dass das 66 ja auch sein Geburts-Jahr ist. Wie cool ! Dann wollte ich eins von uns beiden machen. Es war immernoch kein Auto zu sehen. Also die Kamera mitten auf die Strasse auf den Boden gestellt und zu Jürgen gerannt. Als ich mir sicher war, dass sie schon ausgelöst hatte wollte ich wieder zur Kamera um sie von der Strasse zu holen. In dem Moment ging der Auslöser. Hätte wie man sieht sowieso nichts gebracht. Aus der gleichen Ebene zu fotografieren wie ein auf den Asphalt gemaltes Zeichen, wie soll man dann das Zeichen sehen ? Wieder dazugelernt :-) Wir kamen an vielen Stellen vorbei wo X-Briefkästen standen für die Anwohner, die weiter weg von der Strasse wohnen. Wir sahen hier in der Mojave-Wüste Flächen die durch Salz schneeweiss waren, sind unendliche Strecken über sogenannte Dips gefahren -es ging hoch und runter- und kamen dann zu "Roys Cafe" einer typischen Tankstelle auf der Route 66. Wir haben Eis für die Coolbox geholt, einen Magnet Pin und Jürgen sich einen Kaffee, der wie Tee mit reingehängtem Beutel zubereitet wurde. Jürgen hat das erste Mal getankt: 7 Gallonen = ca. 20 Liter für 23 Dollar und ich habe uns ein paar Sandwiches gemacht. Wir hielten uns draussen auf und in einem der Bäume sassen 2 kleine Vogelbabies, die da rauguckten als wären sie Waldorf & Städtler. Wir haben uns mit einem coolen Biker unterhalten und sind dann weitergefahren. Noch lange über die Route 66. Irgendwann überholte uns der Biker und winkte noch zu uns nach hinten als er vor uns fuhr.. An den Strassenrändern waren überall aus Steinen gemachte Schriftzüge und Namen zu sehen. Wir sind auch raus aus dem Auto und haben uns dort auch verewigt.
Wir waren für die beiden Buchstaben nur kurz ausgestiegen, aber als ich wieder ins Auto zurückkam, merkte ich wie heiss es war und dass ich einen staub-trockenen Mund hatte. Zu der Zeit waren es fast 40 Grad. An einer Baumgruppe hingen nur Schuhe und an dem daneben Strümpfe. Musste ich natürlich auch einen aufhängen. Bringt alles Glück.
unsere Fahrt über die Route 66:
Nach 344 km in Twenty Nine Palms angekommen, befanden wir uns in einer typischen kalifornischen Kleinstadt. Mit Schulen, Basketballplätzen und den üblichen Einkaufscentern. Nochmal schnell bei McDonald auf Toilette und für 7$ nen kleinen Imbiss. Dann wollten wir in den Joshua Tree Nationalpark dessen Eingang zwischen Twenty Nine Palms und dem nächsten Ort Joshua Tree sein sollte. Als ewig lang nichts zu lesen und zu sehen war, haben wir gehalten und ich habe in einer Tankstelle gefragt. Die sagten mir wir wären zu weit gefahren. Also wieder zurück und Jürgen war schon stinkig. Er sagte, er wäre sauer, wenn sich das nicht lohnt.. Joshua Tree Nationalpark Endlich den Eingang gefunden, und an der Einfahrt war keine Menschenseele, also mussten wir auch nicht unseren Nationalpark-Pass zeigen.
Wir sind reingefahren und sahen erstmal überall die Joshua Trees. Die werden bis zu 900 Jahre alt, sind eigentlich keine Bäume sondern sehr grosse Agaven-Gewächse.
Haufen Steine genommen und auf den Boden fallen lassen. Jeder dieser Felsen sah so einzigartig und schön aus. In einigen waren Kletter zu sehen, aber nur wenn man genau hinsah. Zuerst als kleiner Punkt und beim näheren Hinsehen als Mensch in einer riesigen Felswand zu erkennen. Gerade -während ich das schreibe- habe ich Jürgen gefragt, ob es sich doch noch gelohnt hat mit dem Nationalpark und er sagte "Auf jeden Fall".
Joshua Tree Nationalpark Teil 1:
Joshua Tree Nationalpark Teil 2: Wir sind in der Dämmerung aus dem Nationalpark rausgefahren und ich wollte eigentlich noch nach und durch Palm Springs. Dem Ort der Schönen und Reichen oder der schönen Reichen ;-) hier in Californien. Aber die Zeit rannte uns davon, wir hatten noch 340 km nach San Diego zu fahren und so sind wir direkt auf die Interstate. Die führte uns erst nach Norden Richtung Los Angeles und irgendwann konnten wir dann auf die Interstate Richtung Süden. Total verquer das Strassensystem. Gegen 22:00h riefen wir im Motel 6 an, nicht dass die unser Zimmer weitergegeben haben... Sie sagten es sei bis Mitternacht möglich einzuchecken und unsere Navi zeigte uns als Ankunftsziel 23:00h. Vom Nationalpark aus bin ich gefahren. Das erste mal überhaupt in den Vereinigten Staaten. Es war sehr relaxt auf den meist 4-spurigen Interstates und als es dunkel wurde waren die Fahrspuren durch Bodenreflektoren super markiert. Hier ist scheinbar rechts überholen erlaubt, oft hatte ich einen meiner so gehassten Mittelspurfahrer, aber durch das rechts überholen brauchte ich mich hier nicht darüber aufzuregen. Mir fiel es trotzdem sehr schwer, da ich das von Deutschland "so drin" habe, das nicht zu dürfen... Um 23:00h kamen wir am Motel 6 an. Die Navi hatte recht gehabt. Das Motel ist in Chula Vista, wenige Autominuten von San Diego entfernt.
Wir waren beide fix und foxy. Statt erwarteter 6 1/2 Stunden waren wir nun über 11 Stunden unterwegs gewesen. Fast so lang wie die reine Flugzeit von D nach USA... Als wir ausstiegen bewegte sich der Boden unter meinen Füssen. Ich dachte zuerst an ein Erdbeben. Aber dann war mir klar, dass es die Übermüdung und abfallende Anspannung nachder langen Fahrt war. Wir sind auf unser Motel-Zimmer. Ein himmelweiter Unterschied zum Mirage, aber das ahnten wir ja. Keine Schimmel- oder Drecksflecken im Bad und sauber war es augenscheinlich auch. Nur hatten wir Pech, dass wir ein ebenerdiges Zimmer bekamen und die über uns wohl noch ne Party veranstalteten. Das kennen wir aber von zu Hause auch .. Ach ja, wegen des Eurovision Song Contest: Hatte schon fast vergessen, dass heute in Deutschland die Entscheidung ist. Während der Fahrt lief auf meiner mitgebrachten MP3-CD Lena mit ihrem Song "Satellite" und ich war mir sicher, dass das ein Zeichen ist. Dass gerade die Abstimmung ist oder sie gerade singt.. Ich hatte ein gutes Gefühl.
hat tatsächlich gewonnen !! Freut uns soooo sehr. Glückwunsch Lena ! Um Mitternacht riefen wir noch bei Jürgens Mama an. In Deutschland war es schon Sonntag 9:00h und wir haben Bescheid gesagt, dass alles in Ordnung ist und wir gut angekommen sind. Cedric unser Katzenhüter war auch bei seiner Oma und konnte uns mitteilen, dass es unseren Mäusen gut geht. Dann fielen wir ins Bett.
und waren 11 Stunden on the road
an "Roys Cafe" 20l à 3$ = 23 Dollar
Morgen am Tag 8 schauen wir uns San Diego an und all meine Photos gehen verloren! |