Tag 9 Mo 31. Mai 2010 - Memorial Day heute mit:
So bescheiden wie die vor-abendliche Gaslamp Quarter-Besichtigung sollte unser Abschied von San Diego nicht werden. Wir checkten aus dem Motel aus. Nicht der Renner, aber einigermassen sauber und okay für die 2 Nächte und keine 10 Minuten von San Diego entfernt, wo ich kein Motel bzw nur teurere fand.. Kurz vor 10:00h sind wir in Richtung Strandpromenade. Hier parkten wir am Seafood Village, eine Promenade mit unzähligen Shops und Boutiquen. Hier soll die USS Midway stehen, riesige Segelschiffe und von "Stein-Turm-Bauern" war die Rede in meinem Reisebüchlein... An einem längeren Stück an der Promenade standen wieder die Kreuze und US-Veteranen "warben" für Frieden. 3 Männer und 1 Frau lasen die ganze Zeit die Namen von Gefallenen vor . Als wir eine gefühlte Stunde später wieder hier vorbei kamen waren sie immernoch dabei.
haben uns gefilmt... Leo und Jürgen im USA-Fernsehen :-) Wer hat es gesehen ? *Fragend-in-die-Runde-guck* sehr imposant. Wir hatten schon Bilder gesehen, wie es innen aussieht und schauten sie uns deshalb nur von aussen an. Ausserdem war hier eine ellenlange Schlange mit Wartenden. Dann kamen wir zu einem alten U-Boot, 2 grossen Segelschiffen (die "Star of India") und einem kleinen Souvenirshop. Der befand sich auf dem Wasser und schwankte die ganze Zeit. Noch "auf Land" sah ich in einer Vitrine eine schöne Jacke für Jürgen und als wir dann in dem Shop waren fing es sofort an, dass mir schlecht wurde. So schnell war ich noch nie draussen aus einem Geschäft. Hab mir noch eine San Diego-Short geschnappt und Jürgen die Jacke -die nur noch einmal und dann sogar noch in seiner Grösse da war- empfohlen und hab mich fluchtartig aus dem Staub gemacht. Festen Boden unter den Füssen spüren..
An der USS Midway:
Etwas später kamen wir an einem Seafood-Imbiss vorbei. Da hatte ich auch nur noch Hunger. Jürgen stand an und ich fragte eine etwa gleichaltrige Frau, ob wir uns dazusetzen dürften. Sie wartete ebenfalls auf ihren Freund der anstand.. Klar, kein Problem. Und dann gings sofort los, wo wir herkommen und was wir alles gemacht haben und noch vor haben..
Er im Hofbräuhaus - sie Sightseeing. Sind begeistert von Deutschland, lieben es in L.A. zu wohnen und sagten, wir würden am heutigen Memorial Day Probleme bekommen nach L.A. zu fahren. Normalerweise dauert es 2 Stunden, aber sie wären am Samstag auch 4-5 Stunden unterwegs gewesen. Wir mussten es drauf ankommen lassen - Das Motel war ja gebucht.
Rikscha-Fahrern das ganze Stück zurück. Wir wussten nicht wie teuer das ist bis zum Seafood-Village und kamen an einem Radfahrer vorbei, der sagte heute wäre es kostenlos, nur Trinkgeld müsste man nach eigenem Ermessen geben... Da haben wir uns schön - wie die Touris - die Promenade zurückfahren lassen. Gefilmt und Fussweg gespart. Am Fahrrad entdeckten wir einen Aufkleber, normalerweise kostet das 5-10 Dollar pro Person, also gaben wir ihm die 10 Dollar als Trinkgeld. Er zückte sofort seine Visitenkarte, auf der nur sein Name und Mobil-Nummer stand, wenn wir wieder mit ihm fahren wollen... Der Aaron... San Diego Rikscha-Fahrt:
wussten, wievielwir bezahlen müssen und kamen an den oben erwähnten "Stein-Turm-Bauern" vorbei. Ich musste das Filmen und es ist so unglaublich, was dieser Mann da macht. Das glaubt mir sonst keiner ! Beweis: der "Stein-turm-bauer" in action:
dass sie als Turm da stehen. Das hab ich noch nie gesehen ! Wir sind weiter und sahen auf einer Wiese viele Papageien in der Sonne chillen. Ein Mann setzte mir einen der Vögel auf den Arm. Er war wunderschön. Jürgen knipste: Dann sahen wir zwei grosse Aras und fragten, ob Jürgen mal einen halten darf (während der Frage steckte Spatzl ihm einen Geld-Schein zu). Scheinbar gab Jürgen gut Trinkgeld ;-) und der Mann setzte ihm gleich beide Aras links und rechts auf seine Schultern. Der eine riss sofort Jürgens Sonnenbrille runter und der andere wollte immer wieder an seinem rechtem Ohr knabbern. Dafür bekam er von seinem Boss "eins auf den Deckel". Weiter in Richtung Auto standen Spaziergänger, jeder hatte einen kleinen Hund auf dem Arm. So tier-fixiert wie wir sind und dann noch das typische Baby-Schema, da mussten wir hin, streicheln und gucken. Der Mann gab sogar Jürgen den Schwarzen auf den Arm ( Oh-was war ich neidisch! ) und ich machte mit meiner Videokamera -die nicht soo tolle Photos macht- Bilder von den beiden: Der Mann sagte auf Nachfrage, die zwei wären 10 Wochen alt. Sie waren soooooo süß - klar, wie alle Tierbabies.. Impressionen der Promenade in San Diego:
Bilderalbum unserer Promenade über die Promenade San Diego Endlich waren wir am Leihwagen und warteten auf die Überraschung, wie teuer das Parken nun war. Der bewachte Parkplatz war so wichtig, da wir alles im Auto hatten.. Wir zahlten 8 Dollar. Das war es uns auch wert. Vor allem weil wir später in L.A. erlebten, dass man für einen -vermeintlich bewachten-Parkplatz 10 Dollar zahlen muss und als wir wiederkamen kein Schwein mehr da war und unser Wagen mutterseelenallein auf dem Parkplatz stand. Fehlte nur noch das Schild auf der Windschutzscheibe " Hier bitte einbrechen ". Diese Abzocker ! Dazu später mehr, bevor ich mich hier in Rage schreibe :-)
die auf dem "Rausweg" aus San Diego in Misson Valley fast schon in Richtung L.A. liegen sollte. Trotz Navi und dass ich dachte wir fänden die so, haben wir uns mehrmals verfahren, wurden dann aber mehr als entschädigt. Sie war wunderschön und lag friedlich auf dem Hügel. Wir machten einen Rundgang und es war sehr beeindruckend. Die erste Missions-Kirche in Kalifornien gegründet 1769 von Junipero Serra. Die 1. von 21 Missions-Kirchen. Das Kirchenschiff ist ungefähr 50m lang aber nur 10m breit, weil der Bauherr keine so langen Querbalken zur Verfügung hatte. Als wir in dem Kirchenraum vor dem Altar standen ertönte wunderschöner Kirchengesang aus der Sakristei, die natürlich nicht betreten werden durfte. Wir zündeten für unsere Lieben zu Hause jeder eine Kerze an.. An einem Brunnen warfen wir -über die Schulter- ein Geldstück hinein. Natürlich mit unseren Wünschen, die dann in Erfüllung gehen sollen. Der "Wishing Well-Brunnen"mit dem heiligen Franziskus (Franz von Assisi) Die Mission & unser Geldstück-Wurf in den Wunschbrunnen: https://www.myvideo.de/movie/7703499
Nach dem Missionsbesuch und dem Kauf von "schutzbringenden Mitbringseln" fuhren wir nach L.A. und stellten uns schon auf eine 4-stündige Autofahrt ein. Schon nach 2 Stunden waren wir da. Fahrt nach L.A. rein:
Our way to L.A.
von der Strasse aus sehen. Wir checkten ein, W-Lan umsonst, sind mit Sack und Pack aufs Zimmer in der 2. Etage. Ich bin reingestürmt ans Fenster und war enttäuscht ohne Ende. Man sah zwar das Griffith Observatorium , aber kein Sign, denn da stand ein Haus davor. Ich sagte zu Jürgen er möchte bitte warten und "nichts anfassen" bin wieder runter zur Lobby und habe der Frau gesagt, dass ich gerne ein Zimmer mit Blick auf das Hollywood Sign hätte, weil wir in "Honeymoon" wären und ich hätte es meinem Mann versprochen und überhaupt und blabla... Sie war mehr als überfordert, weil sie keinen Raum mit der Sign-View mehr frei hatte. Auf jeder der 4 Etagen sind es wohl nur 2-3 Zimmer mit dieser Aussicht und jedes wäre belegt.Dann fand sie nach längerem Suchen ein anderes Zimmer und machte es mir schmackhaft mit kostenlosen Upgrade und grösserem (KingSize-) Bett. Ich wieder hoch und Jürgen aus dem Zimmer geholt, das gerade mal so gross war, dass das Bett da rein passte und sind ins benachbarte andere Zimmer. Ich ahnte schon, wenn es direkt nebenan liegt, haben wir auch hier nicht die gewünschte Aussicht. Dafür entschädigte uns das doppelt so grosse Zimmer, welches direkt auf der Ecke lag und sogar 2 Fenster, einen Kühlschrank und Tisch plus 2 Stühle hatte. Immernoch Blick auf das Observatorium und genau da will ich ja auch noch hin. Von hier soll die Aussicht auf L.A. sehr schön sein und vor allem hat hier mein Jugend-Idol James Dean die berühmte Messer- und Observatoriums-Liebszene für "Denn sie wissen nicht was sie tun" (Rebel without a cause) gedreht. Unser Motelzimmer in Los Angeles / Hollywood:
Bett, und ich habe meinen Bericht hier geschrieben. Dann wollten wir erst los an den Strand. Das war uns dann doch zu heikel, da eins meiner Reisebüchlein uns warnte abends nicht an den Venice-Beach zu gehen.. Also sind wir hoch zum Griffith-Park um das Observatorium zu sehen. Auf halber Höhe war die Strasse gesperrt mit Hinweis, man müsse die Vermont Street benutzen.
gab es drei: Eine in LA.East, eine in LA.West und die andere war mir augenscheinlich auch zu weit weg. Über 5 km kann doch nicht sein um da hoch zu fahren! Also wieder zurück in den Griffith Park, an dem Gesperrt-Schild in eine Seitenstrasse gefahren, die ausdrücklich nicht zum Observatorium führt.. Davon wollte ich mich aber nicht beirren lassen, weil ich schon gehört hatte, dass diese Schilder aufgestellt werden um den Durchgangsverkehr zu verhindern. Also immer weiter hoch, immer kleinere Strassen und nur nach Gefühl. Dann hatten wir uns total "verfranzt". Unterwegs lief vor uns ein Koyote über die Strasse und ich Schnarchnase habe ihn so schnell nicht vor die Kamera gekriegt. Ein Pärchen kreuzte unsere "Irr-Fahrt" und sie sagten, die Umleitung sei wirklich die Vermont Street, aber das Observatorium wäre jetzt schon zu. War mir ja egal, ich wollte auf das Gelände wo Jimmy Dean , na ihr wisst schon... Wir dann die VermontStreet dank Beschreibung gefunden zwischendurch begegneten wir nochmal "unserem" Kojoten -diesmal in der Dunkelheit fotografiert- und sind die Strasse hoch gefahren. Oben war ein Schild, dass sie um 22:00h das Gelände schliessen. Passte doch, war ja erst 21:55h LOL
am Observatorium abgelaufen.. ..und habe Jürgen "genötigt" Photos von mir zu machen - hier und da und natürlich an der James Dean-Statue:
Kurz die tolle Aussicht genossen und festgestellt, dass meine Kamera nicht für Nachtaufnahmen geeignet ist bzw die Amateur-Fotografin Leo nicht in der Lage ist, sie so einzustellen, dass sie auch schöne Nachtaufnahmen von der tollen Skyline Los Angeles macht. Dafür haben wir uns den MulhollandDrive als Aussichtspunkt gespart und am nächsten Tag sahen wir L.A. ja bei Tageslicht von den Universal Studios-Hollywood in Panorama-Sicht.. Oben am Observatorium waren noch viele Leute und der Parkwächter ging zu jedem Einzelnen um zu sagen, dass jetzt geschlossen wird. Das verschaffte mir die Zeit die ich "brauchte" und um 22:20h mussten wir dann endgültig das Areal des Observatoriums verlassen. Bye bye Jimmy, ich war Dir ganz nah ! Griffith Observatorium: https://www.myvideo.de/movie/7703481 Und doch noch das Hollywood-Sign fotografiert: (aus meinem Video-Film "rausgeklaut")
dem TV zu kennen, aber man will es ja selbst gesehen haben. Ausserdem musste ich Michael Jacksons Stern polieren! Der Kölner Ring sieht 5mal gepflegter und schöner aus. Hier ist alles sehr runtergekommen, links und rechts ein Billig-Souvenierladen nach dem anderen und auf dem Bürgersteig die Sterne. Man läuft, nachdem man beim Abzocker-Parkplatz 10 Dollar gezahlt hat, nur mit gesenktem Kopf ca. 1,7 km (und auf der anderen Strassenseite später wieder zurück) bis zum berühmten Graumans Chinese Theater mit den Fuss- und Handabdrücken der Stars auf dem Boden. Mans Chinese Theater - Widmungen der Stars
Daneben das Kodak Theater, wo die Oscar-Verleihung stattfindet. Die Tafeln mit den jeweiligen Oscar-Gewinner-Filmen sind schon bis zum Jahr 2071 vorbereitet: Das wars fast schon. Our Walk over the Walk of Fame in Bildern Dann sind wir den gleichen Weg auf der anderen Strassenseite zurück und irgendwann wurde mir spei-übel, weil ich nur nach unten schaute. Das wär es noch gewesen: Ich kotze auf einen Stern ! Witzigerweise befand sich auf der Höhe (wo mir so schlecht wurde) der Stern von David Hasselhoff... Noch mehr Sterne, die ich vor die Linse gekriegt habe: Guckst Du! Das einzig Gute an der Geschichte war natürlich "meinen" Michael Jackson-Stern geküsst zu haben und die späte Uhrzeit. Tagsüber rempeln sich die Leute bestimmt nur an, weil keiner nach oben bzw vorne schaut. Der Stern von Dennis Hopper war geschmückt. Das "Enfant Terrible" von Hollywood starb wenige Tage zuvor hier in L.A.:
Wir kamen zurück zum Parkplatz. Welch Überraschung ! Unser Wagen stand als einer von wenigen,unbewacht, hier wie auf dem Präsentierteller. Wie oben erwähnt fehlte nur noch das Schildauf der Windschutzscheibe: "Bitte einbrechen" Da haben sich die "Wärter" -nachdem sie die Kohle kassierten- aus dem Staub gemacht...
Sunset Strip gefahren. Ebenfalls enttäuschend. Der Walk über den Walk of Fame:
Im Hotel angekommen wollten wir bald schlafen, aber wir haben immer das Pech, das wir ein Zimmer / eine Wohnung über uns haben, wo oben getrampelt wird -ohne Ende und ohne Rücksicht. Trotzdem sind wir irgendwann eingepennt, morgen ist ja der grosse Universal Studio-Hollywood - Tag! . Heute gefahrene Kilometer: ca. 250 . weiter mit Tag 10- Besuch der Universal Studios L.A. |